Anna nutzt VoiceOver und bevorzugt schattige Routen. Die App leitet sie über ruhige Querungen, nennt Rampen neben Treppen und schlägt eine Sitzpause im begrünten Hof vor. An der Museumsinsel beschreibt eine Audio-Kachel die stufenfreie Kasse und die Aufzuglage. Als eine Baustelle auftaucht, vibriert ein langes Muster, danach folgt eine klare Umleitung entlang der Spree. Anna hört, nickt, lächelt, und bleibt vollkommen souverän im Fluss.
Mehmet fährt Rollstuhl und mag weite Promenaden. Die Route meidet Bordsteinfallen, zeigt schmale Stellen frühzeitig und speichert Aufzüge in den Landungsbrücken offline. Ein sanftes Vibrationsmuster begleitet langgezogene Kurven, während Audioansagen Backsteinmarken und Geländer als Orientierung benennen. Als Wind auffrischt, schaltet Mehmet auf stärkeren Kontrast und größere Buttons. Der Ausblick bleibt riesig, der Kurs stabil, die Pause mit Blick auf die Elbe wohltuend barrierefrei erreichbar.
Lara hört schlecht und bevorzugt visuelle Anweisungen. Die App blendet klare Pfeile, farbkräftige Wegemarkierungen und kurze Textbausteine ein, ergänzt durch deutliche Vibrationssignale an Abzweigungen. Kopfsteinpflaster wird kenntlich gemacht, mit Alternative über glatte Passagen. Vor dem Rathaus erhält sie einen Hinweis auf eine nahe, barrierefreie Toilette. Nach einem ruhigen Espresso im Schatten wählt sie spontan eine längere Strecke – die Neuberechnung bleibt sofort verständlich, freundlich und stressfrei.
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